19.01.2026
Heute haben wir es endlich mal wieder geschafft, um 7 Uhr zu Fuß unterwegs zu sein. Insgesamt 5 km walken, Ziel war u.a. der Steinbruch.
Um diese Zeit war nur eine Frau dort beschäftigt, die verzweifelt versuchte, mit einem Eisenstab (!) am Felsen zu arbeiten. Sie erkannte uns aus dem Vorjahr wieder. Ein Foto zeigt das Schlafzimmer in der Hütte - ganz traurig!
Auf dem Weg trafen wir noch einen Sammler, der nach Plastikmüll suchte.
Gerne haben wir allen mit finanzieller Unterstützung geholfen.
Später hatten wir noch einen Termin mit Lilian, der Apothekerin. In Zusammenarbeit mit ihr organisieren wir die notwendigen Sachspenden für die Entbindungsstation. Lilian berät uns, besorgt die Artikel und kümmert sich um die Lieferung.
Nächste Woche wird alles da sein und wir haben dann einen weiteren Termin in der Entbindungsstation.
Morgen ist ein Besuch in einem Kindergarten sowie in einer Schule geplant. Bei unserer Bananenhändlerin haben wir 300 Bananen für morgen geordert.
18.01.2026
Seit ca. 10 Jahren kennen und unterstützen wir die Familie Osman. Nun hat die älteste Tochter geheiratet und das Fest wurde bei den Brauteltern ganz groß gefeiert. Wir wurden dazu eingeladen und hatten zwei besondere, eindrucksvolle Stunden am heutigen Sonntagvormittag. Von den ca. 200 Gästen waren wir die einzigen Weißen.
Erstmals konnten wir ein "Elektro-TukTuk" nutzen. Ein großer Fortschritt und eine erheblich bequemere Tour durch die unwegsamen Straßen des Ortes.
Am frühen Nachmittag gab es noch einen Termin mit Susan. Sie ist Lehrerin in der Harambeeschule in Likoni und unsere Ansprechpartnerin während der vielen Monate, die wir nicht hier sein können. Dann erledigt sie für unseren Verein Termine vor Ort und kümmert sich darum, dass, wenn wir es vom Vorstand unseres Vereins genehmigen, auch Spendengelder bis zu einer gewissen Höhe weitergeleitet werden. Wir kennen sie schon über 12 Jahre und haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis. Heute konnten wir mit ihr einige Dinge besprechen. Für die Harambeeschule, die wir noch besuchen werden, hatte sie Kostenvoranschläge für neue Toiletten mitgebracht. Der Auftrag wurde von uns erteilt, ein Teilbetrag angezahlt und nach Fertigstellung und "Bauabnahme" in 5 Wochen erfolgt die Restzahlung.
17.01.2026
Der Rückweg von Kilifi nach Ukunda war sehr anstrengend, größtenteils nur 20-30 km in der Stunde möglich. Immer wieder lange Baustellen, kilometerlange Staus....Wir haben dann noch in Mombasa eine Zwischenstation eingelegt und sind mit der Fähre zurück Richtung Diani Beach gefahren.
16.1.2026
Schon um 9 Uhr waren wir mit Lilian erneut unterwegs. Bereits gestern hatten wir beschlossen, den vielen Kindern jeweils 2 kg Maismehl und zusätzlich Waschmittel und Seife zu schenken. Lilian hatte das dann alles organisiert, was gar nicht so einfach war. Die rund 200 kg Maismehl wurden direkt zum Zielort geliefert. Waschmittel/Seife und 200 Bananen haben wir in einem großen Van mitgenommen.
An drei Stellen wurden die Kinder auf dem Grundstück unterrichtet.
Die Freude kann man hier gar nicht in Worte fassen. Selbst wir hatten aufgrund der emotionalen Situation Tränen in den Augen. Die Dankbarkeit kannte keine Grenzen.
Wir können das hier auch nicht wirklich konkret beschreiben. Es war überwältigend, wie man mit für unsere Verhältnisse Kleinigkeiten große Freude bereiten kann.
Bilder sagen mehr als Worte.....Ich habe ca. 100 Fotos erstellt, aber 30 musste ich hier veröffentlichen. Es war einfach ganz besonders und ungewöhnlich!
15.1.2026:
Schon früh am Morgen sind wir von unserem Taxifahrer Dan nach Kilifi gebracht worden. Die Fahrt dauerte über 3 Stunden. In Kilifi wartete ein spannendes Abenteuer auf uns.
Bedingt durch ganz viele Zufälle haben wir vor einigen Monaten eine junge Kenianerin in Nordkirchen kennengelernt, die dort jetzt mit ihrem Mann ud Baby wohnt. Sie ist gebürtig aus der Nähe von Kilifi und war zufälligerweise dort, so daß wir uns treffen konnten. Mitte nächster Woche fliegt sie wieder zurück nach Deutschland.
Sie hat uns am frühen Nachmittag aus unserem dortigen Hotel abgeholt und wir sind zu ihren Eltern gefahren, rd. 20 km außerhalt des Ortes und nur schwer mit dem Auto erreichbar. In einer so abgelegenen Gegend waren wir in all den Jahren nicht.
Ihr Vater war früher Lehrer und Pastor. Heute unterrichtet er zusammen mit zwei anderen Personen rd. 120 Kinder aus der weiteren Umgebung. Hier fahren keine Busse oder andere Autos, die nächste Schule ist viele km weit entfernt.
Zum wohl ersten Male in ihrem Leben haben die Kinder jetzt weiße Menschen aus Europa gesehen.
Wir waren völlig überrascht über die Situation. In einem "Gebäude" sahen wir Bänke und Steinblöcke und konnten es nicht fassen: Diese Steine dienten den Kindern als Sitzplätze beim Unterricht! An diesem ersten Besuch haben wir vorsichtig den Kontakt zu den Kindern aufgebaut. Morgen kommen wir wieder!
Aus technischen Gründen können wir erst wieder ab Samstagabend berichten.
Ebenfalls aus technischen Gründen erscheinen für heute, 14.1., erst die Fotos und dann der Bericht!
14.01.2026
Mit insgesamt 8 Hotelgästen waren wir am Vormittag in Ukunda unterwegs.
Erste Station war die Entbindungsstation mit dem Kinderkrankenhaus. Dort waren mehrere Mütter, die vor wenigen Stunden entbunden hatten. Die ganze Gruppe war sehr emotional bewegt, zu sehen, unter welchen Umständen hier in Kenia die Mütter ihre Kinder bekommen. Schon nach wenigen Stunden müssen sie zurück zu ihrer Familie in die armseligen Hütten.
Wir haben von unserem Verein die Mütter finanziell etwas unterstützen können. In Kürze werden wir auch größere Anschaffungen mit finanzieren.
In der Kinderabteilung herrschte das übliche Chaos. Wir sind das ja schon gewöhnt, aber unsere mitfahrenden Gäste waren geschockt. Einige Mütter saßen auf dem Boden und warteten stundenlang bis sie an der Reihe waren.
Das Pflegepersonal erkannte uns sofort wieder und wir konnten der Gruppe alles zeigen.
Weiter ging es zur Klinik von Dr. Bakari. Dort wurde grade eine junge Mutter wegen einer starken Malariaerkrankung stationär behandelt.
ZUm Schluß unserer kleinen Rundtour haben wir noch die Schneiderei von Washaa Taa besucht. Mit diesem deutschen Verein arbeiten wir seit Jahren zusammen. Junge Mädchen lernen hier für eine künftige Tätigkeit. Es war nur ein erster Kurzbesuch - demnächst steht noch ein intensiver Gesprächs- und Besuchstermin an.
Wir freuen uns immer wieder, den Gästen im Hotel einige von unseren Projekten zu zeigen. Das ist dann oft ihr einziger Kontakt zur realen Außenwelt hier in Kenia. 90 % aller Hotelgäste bleiben nur in der Anlage und haben dann von Kenia eigentlich gar nichts gesehen....
13.01.2026
Sofort nach dem Frühstück sind wir zu zwei Schulen gefahren. Dort geht es um Erweiterungsbauten von Klassenräumen und anderen Unterstützungsmögichkeiten.
Die Marianaschule ist für uns eine Herzensangelegenheit, da wir diese Schule seit 2008 (!) kennen. Es war überhaupt die erste Schule, zu der wir in Kenia Kontakt hatten.
Die Adventsschule unterstützen wir erst seit einigen Jahren.
Wir sind sehr angetan von der engagierten Art der Lehrer in beiden Schulen und helfen gerne.
Nun hatten wir bereits vor einigen Wochen die Kostenvoranschläge erhalten und den Baubeginn genehmigt. Fertigstellung bei beiden Objekten in ca. 4 Wochen!
12.01.2026
Neuer Tag - neue Termine! Wir versuchen grade jetzt in den ersten Tagen die großen Projekte vorzubereiten, damit sie auch vor unserem Rückflug im März fertig sind.
Heute war u.a. der Besuch in der von uns unterstützten Polytechnikschule = Berufsschule auf dem Programm. Wir werden die Schule mit Unterrichtsmaterial für nahezu alle Klassen versorgen, der Kostenvoranschlag lag uns bereits seit 3 Wochen vor. Wir haben ihn dann vor Ort erörtert, eine größere Anzahlung geleistet und in 4 Wochen ist alles organisiert. Für den
10. Februar ist ein fester Termin vereinbart.
Weiter ging es zum Waisenhaus. Mittlerweile werden dort über 100 Kinder beteut, wir engagieren uns mit Zuschüssen für die Schulgebühren und für die Ausstattung der zahlreichen Schlafräume. Die Kinder haben sich sehr gefreut, uns wiederzusehen. Seit vielen Jahren gehört dieses Waisenhaus zu unseren betreuten Projekten.
Morgen Vormittag sind weitere Gespräche an zwei anderen Schulen geplant.
Wir sind immer froh, dass uns unser Taxifahrer Dan begleitet. Er findet die Wege zu den vielen auch ganz abseits gelegenen Projekten.
11.01.2026
Wir haben uns mit Nzai getroffen. Er ist Kellner in unserem Hotel und ist uns seit Jahren behilflich, Kontakte in der Umgebung zu knüpfen. Er vertritt unseren Verein auch in Zeiten unserer Abwesenheit und ist ein vertrauensvoller "Mitarbeiter".
Heute sind wir zu einem kleinen Dorf weit außerhalb gefahren. Vor Monaten hatte er von einer Frau berichtet, die bei einem Brand schwere Verletzungen bekommen hatte. Nzai hatte dann in unserem Auftrag die ärztliche Behandlung dieser Frau organisiert, die Kosten haben wir übernommen. Nun sind die Wunden schon ziemlich abgeheilt und wir haben sie besucht.
Ihr Mann ist verstorben und sie lebt mit vielen Kindern in einer Hütte. Dank der vielen Spenden konnten wir jetzt weiter helfen, in dem wir z.B. die Schulgebühren für die Kinder für ein weiteres Jahr übernommen haben. Auch um neue Matratzen werden wir uns kümmern. Zudem konnten wir bereits heute Kinderkleidung verteilen.
Die Lebensverhältnisse in diesem kleinen Dorf waren erschütternd und wir sind froh, helfen zu können.
10.01.2026
Am frühen Vormittag haben wir uns hier vor dem Hotel mit einem Vertreter der Mangombanischule getroffen. Dabei wurden die schon vorher übermittelten Kostenvoranschläge erörtert. Wir werden an dieser großen Schule, weit außerhalb von Ukunda gelegen, ein Bauprojekt unterstützen. Es geht dabei um Klassenräume und um die Abgrenzung des Schulgeländes nach außen. Wir gaben dem Lehrer eine Anzahlung mit, die Fertigstellung wird garantiert innerhalb von 5 Wochen!
Später am Nachmittag trafen wir uns mit einer Frau, die wir schon viele Jahre kennen. Der Ehemann ist verstorben, sie steht mit 4 Kindern alleine da und wir konnten ihr helfen. Insbesondere die Schulgebühren für das älteste Kind wird der Verein auch in diesem Jahr übernehmen. Was für eine Freude und Dankbarkeit.
Nur zur Info: Natürlich müssen bei allen Projekten Quittungen im Original vorgelegt werden!
Ansonsten konnten wir heute einige Termine für die nächsten Tage klären.
Gut, dass wir heute auch Zeit zum Relaxen gefunden haben. Es ist ja so heiß und so allmählich haben wir uns umstellen können - vom Winter in Deutschland zu 35 Grad in Kenia!
7., 8. und 9. Januar 2026
Wir sind bis zum Bahnhof Dortmund gebracht worden, dann ging es mit den 4 Koffern und viel Handgepäck mit dem ICE zum Flughafen Frankturt.
Der Abflug erfolgte verspätet, da das Flugzeug noch enteist werden musste. Im Schneetreiben ging es dann los!
8:30 Stunden war die Flugzeit, direkt bis zum Ziel, Flughafen Mombasa.
Dort wurden wir von unserem Taxifahrer Dan abgeholt und zu unserem Hotel gebracht. Im Diani Sea Resort gab es ein großes Hallo von vielen Angestellten, die uns ja schon ca. 10 Jahre als jährlichen Gast kennen.
Von der Abfahrt in Nordkirchen bis zum Hotel in Ukunda waren es fast 20 Stunden, eine lange Reise mit nur ganz wenig Schlaf.
Danke an die Hoteleigentümerin, Frau Karla Kampa, die uns wieder ein Upgrade ermöglichte und wir bekamen erneut unser Lieblingsappartement Nr. 213 mit einem schönen Blick auf den Pool und die Gartenanlage.
Im Lauf des Tages haben wir etwas Schlaf nachholen können und müssen, am späten Nachmittag wurden dann die Koffer ausgepackt und die vielen Spendenartikel sortiert.
Wir konnten bereits Termine für die nächsten Tage arrangieren und werden morgen früh schon um 9 Uhr (= 7 Uhr deutscher Zeit) unterwegs sein.
Hier einige erste Fotos vom Hinflug und ersten Eindrücken bei einem Gang hier durch die Umgebung vom Hotel. Dabei konnten wir eine Familie mit 8 Personen besuchen....wir kennen die Familie und unterstützen sie seit Jahren, zB mit der Übernahme von Schulgebühren für eines der Kinder. Die Eltern sind verstorben und die verheiratete Tochter hat die Verantwortung für die große Familie. Es ist unbeschreiblich was für eine Dankbarkeit uns entgegen gebracht wurde.
Ganz allmählich gewöhnen wir uns an das Klima, so heiß und oft Sonne pur.